
Die 6690 Pro (Angebot bei Amazon) ist seit September 2026 im freien Handel und bringt als erster Kabelrouter Wi-Fi 7 mit drei Bändern. Darunter steckt jedoch dasselbe Modem, dieselbe Portbestückung und fast dasselbe Gehäuse wie bei der vier Jahre älteren 6690 Cable. Du bezahlst den Aufpreis für genau zwei Dinge.
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- Ultraschnelles Triband Wi-Fi 7 - Highspeed-WLAN direkt am Kabelanschluss mit bis zu 12,2 GBit/s, perfekt für 8k-Streaming, Gaming, VR und viele gleichzeitige Nutzer
- Router mit integriertem DOCSIS-3.1-Kabelmodem, abwärtskompatibel zu DOCSIS 3.0, geeignet für alle Kabelanschlüsse inkl. Vodafone, Unitymedia u.v.m
- WLAN Mesh - Mehrere WLAN-Zugangspunkte werden zu einem WLAN-Netz mit optimaler Leistung zusammengefasst, kompatibel zu allen gängigen WLAN-Verstärkern, einfache und sichere WLAN-Einrichtung per Knopfdruck
Das Wichtigste auf einen Blick
- 429 gegen 294,99 Euro UVP: rund 134 Euro Abstand für ein zusätzliches Funkband und Zigbee.
- Das 6-GHz-Band bringt bis zu 5.760 Mbit/s — läuft aber mit 2×2 statt 4×4 MIMO.
- Auf 2,4 GHz fällt die Pro von 1.200 auf 688 Mbit/s zurück, weil AVM dort ebenfalls auf 2×2 geht.
- Beide haben DOCSIS 3.1 bis 6 Gbit/s, einen 2,5-Gigabit-Port, drei Gigabit-LAN und zweimal USB 3.0.
- 14 Watt bei der Pro gegen gemessene 11,0 Watt bei der Cable — rund 26 Kilowattstunden im Jahr.
Die 6690 Pro und die 6690 Cable: die Unterschiede auf einen Blick
Drei Dinge entscheiden diesen Kauf. Erstens, ob du Geräte besitzt, die das 6-GHz-Band überhaupt nutzen — ohne solche Clients liegt der Hauptvorteil brach. Zweitens, ob du Zigbee-Geräte ohne separate Bridge einbinden willst. Drittens, wie wichtig dir das 2,4-GHz-Band ist, denn dort ist die Neue die schwächere.
Kurzfazit: Für wen sich welches Gerät lohnt
Die 6690 Pro (bei Amazon anschauen) lohnt sich, wenn du aktuelle Smartphones, Notebooks oder einen Wi-Fi-7-Repeater im selben Raum betreibst und dein Smart Home auf Zigbee läuft. Sie ist der einzige Kabelrouter mit Triband-Wi-Fi-7, aber kein schnelleres Modem.
Die 6690 Cable bleibt die vernünftigere Wahl, wenn dein Haushalt überwiegend ältere Geräte funkt und du Reichweite über Spitzenwerte stellst. Sie kostet deutlich weniger, zieht weniger Strom und hat auf 2,4 GHz die stärkere Antennenkonfiguration.
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- Router mit integriertem DOCSIS-3.1-Kabelmodem (2x2 OFDMA Kanalbündelung),abwärtskompatibel zu DOCSIS 3.0 (mit 32x8 Kanalbündelung), geeignet für alle Kabelanschlüsse
- Innovatives Dualband-4x4-Wi-Fi 6 (WLAN AX) ausgelegt für ein anspruchsvolles Heimnetz mit einer Vielzahl an WLAN-Endgeräten, höchste Reichweite und ultraschnelle Übertragungen mit 4.800 MBit/s (5 GHz) und 1.200 MBit/s (2,4 GHz)
- Mesh-Master-Funktion: FRITZ!Box fasst verteilte WLAN-Zugangspunkte (z. B. FRITZ!Repeater) zu einem dynamischen intelligenten WLAN-Netz zusammen
Was bei beiden gleich geblieben ist
Das Kabelmodem ist identisch: DOCSIS 3.1, abwärtskompatibel zu EuroDOCSIS 3.0, laut AVM bis zu 6 Gbit/s, dazu ein Full-Band-Capture-Tuner. Wer von der Cable auf die Pro wechselt, bekommt am Koaxialkabel keinen einzigen Megabit mehr — die Grenze setzt ohnehin dein Tarif, nicht die Box.
Auch die Buchsen sind deckungsgleich: ein 2,5-Gigabit-LAN-Port, drei Gigabit-LAN und zwei USB-3.0-Anschlüsse für Speicher und Drucker. Smarthome-Kompass kritisiert am Launch der Pro genau das — ein einzelner schneller Port bei einem Gerät, das auf dem Papier 12,2 Gbit/s funkt, und DOCSIS 3.1 statt des neueren DOCSIS 4.0.
Telefonie und Fernsehen trennen die beiden ebenfalls nicht. Beide bringen eine DECT-Basis für bis zu sechs Schnurlostelefone, zwei analoge Anschlüsse, fünf Anrufbeantworter und die Fähigkeit mit, bis zu vier Kabel-TV-Programme gleichzeitig an Rechner, Smartphone oder Tablet zu streamen. Einen Ausfallschutz über einen USB-Mobilfunkstick haben beide; bei der Pro nennt AVM die Funktion FRITZ!Failsafe und erlaubt zusätzlich eine zweite FRITZ!Box per LAN als Rückfallebene.
Selbst das Gehäuse ist nahezu gleich: 84 × 206 × 277 Millimeter bei der Pro, 85 × 209 × 273 bei der Cable. Fünf Jahre Herstellergarantie gibt AVM auf beide.
Das sechste Gigahertz und was es kostet
Die Pro funkt mit Wi-Fi 7 auf drei Bändern gleichzeitig und beherrscht Multi-Link Operation, also die parallele Nutzung mehrerer Bänder, dazu einen Punctured Mode für überfüllte WLAN-Umgebungen. Die Cable bleibt bei Wi-Fi 6 auf zwei Bändern.
Der Zugewinn konzentriert sich auf ein einziges Band. Neu ist 6 GHz mit bis zu 5.760 Mbit/s. Auf 5 GHz steigt die Angabe von 4.800 auf 5.760 Mbit/s, ein Plus von einem Fünftel. Auf 2,4 GHz dagegen geht es abwärts: 688 statt 1.200 Mbit/s.
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Der Grund steht in AVMs eigener Pressemitteilung. Die Pro nutzt 2×2 MIMO auf 6 GHz, 4×4 auf 5 GHz und 2×2 auf 2,4 GHz — connect bestätigt dieselbe Aufteilung. Die Cable nennt AVM pauschal mit 4×4 MIMO, ohne Aufschlüsselung je Band. Praktische Konsequenz: Das 2,4-GHz-Band ist das, was durch Wände und über Etagen trägt. Wer die Box im Keller stehen hat und im Dachgeschoss noch Empfang braucht, verliert mit der Pro möglicherweise genau dort, wo Reichweite zählt.
Und das 6-GHz-Band nützt dir nur mit passenden Clients. Geräte, die es unterstützen, sind seit etwa 2023 im Markt; alles Ältere funkt weiter auf 5 oder 2,4 GHz und profitiert nicht. Die 12,2 Gbit/s sind ohnehin ein Bruttowert über alle drei Bänder zusammen, kein Durchsatz, den ein einzelnes Gerät je sieht.
Zigbee ohne zweite Bridge
Die Pro hat neben der DECT-ULE-Basis einen Zigbee-Gateway eingebaut, die Cable nicht — in AVMs Vergleichstabelle steht dort schlicht ein Strich. Zigbee-Lampen, Sensoren oder Schalter lassen sich damit ohne zusätzliche Bridge direkt an der Box anmelden.
Ob das den Aufpreis trägt, hängt an deinem Bestand. Wer bereits eine Hue-Bridge oder einen anderen Zigbee-Hub betreibt, gewinnt wenig. Wer neu anfängt und bisher auf DECT-ULE-Geräte von FRITZ! gesetzt hat, spart sich mit der Pro ein Gerät und eine Steckdose.
Was bei der Pro noch niemand gemessen hat
Zur 6690 Pro (auf Amazon anschauen) gibt es Stand Mitte Oktober 2026 keine unabhängigen Durchsatzmessungen. Smarthome-Kompass schreibt das in seinem Launch-Check ausdrücklich hin und vergibt seine 8,5 von 10 Punkten auf Basis von Datenblättern und Fachpresseberichten. Jede Zahl, die du derzeit zur Pro liest, ist eine Herstellerangabe.
Zur Cable liegt dagegen eine vollständige Wertung vor: connect vergibt 401 von 500 Punkten und das Urteil „gut“, mit 176 von 200 für die Ausstattung, 99 von 100 für die Bedienung und 102 von 170 für den Datendurchsatz. Letzteres ist der schwächste Teilwert — connect beobachtet, dass die 5-GHz-Raten bei steigender Dämpfung schneller abfallen als bei den Vergleichsmodellen. Ob die Pro das besser macht, ist offen.
Beim Strom gibt es dagegen belastbare Zahlen. AVM nennt für die Pro 14 Watt mittlere Leistungsaufnahme, für die Cable 11 bis 15 Watt; connect misst an der Cable 11,0 Watt. Zwischen 11 und 14 Watt Dauerbetrieb liegen rund 26 Kilowattstunden im Jahr — der Preis dafür, dass ein drittes Funkmodul mitläuft.
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Warum die Pro so spät kam
Vorgestellt hat AVM sie bereits auf der IFA 2025. Danach war sie laut connect rund ein Jahr lang ausschließlich als Mietgerät über einen Vodafone-Tarif zu bekommen; erst zum 1. September 2026 kam der freie Verkauf. Die Handels-UVP liegt bei 429 Euro (Stand 09/2026), der FRITZ!-Shop selbst verlangt aktuell 369,99 Euro. Die Cable führt AVM mit 294,99 Euro UVP. Dass ein Hersteller sein eigenes Topmodell rund 60 Euro unter der eigenen UVP anbietet, deutet darauf hin, dass sich die Preise im Handel weiter bewegen werden — wie beim Generationswechsel am DSL-Anschluss lohnt es, ein paar Wochen zu beobachten.
Für wen sich welches Gerät lohnt
Zur 6690 Pro greifst du, wenn:
- Deine Geräte das 6-GHz-Band können. Aktuelle Smartphones und Notebooks ab etwa 2023 profitieren, ältere Hardware nicht.
- Dein Smart Home auf Zigbee läuft. Der eingebaute Gateway spart dir die separate Bridge samt Netzteil.
- Du in einer dicht gefunkten Wohnlage wohnst. MLO und der Punctured Mode sind genau dafür gebaut, wenn alle Nachbarkanäle belegt sind.
Zur 6690 Cable greifst du, wenn:
- Dein WLAN quer durchs Haus reichen muss. Auf 2,4 GHz hat sie die stärkere Antennenkonfiguration — und dieses Band trägt am weitesten.
- Du vor allem ein stabiles Kabelmodem brauchst. Am DOCSIS-Anschluss sind beide identisch, bei der kleineren 6660 sieht das anders aus.
- Du auf den Stromverbrauch achtest. Drei Watt weniger im Dauerbetrieb sind der Unterschied zwischen zwei und drei aktiven Funkmodulen.
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Alle technischen Daten von 6690 Pro und 6690 Cable im Überblick
| Merkmal | FRITZ!Box 6690 Pro | FRITZ!Box 6690 Cable |
|---|---|---|
| Freier Verkauf seit | 1. September 2026 | 2022 |
| Kabelmodem | DOCSIS 3.1, abwärtskompatibel EuroDOCSIS 3.0 | DOCSIS 3.1, abwärtskompatibel EuroDOCSIS 3.0 |
| Max. Kabelgeschwindigkeit | bis 6 Gbit/s | bis 6 Gbit/s |
| Tuner | Full-Band-Capture-Tuner | Full-Band-Capture-Tuner |
| WLAN-Standard | Wi-Fi 7 (802.11a/g/n/ac/ax/be), Triband, MLO | Wi-Fi 6 (802.11a/g/n/ac/ax), Dualband |
| WLAN gesamt | bis 12,2 Gbit/s | bis 6 Gbit/s |
| 6 GHz | bis 5.760 Mbit/s, 2×2 MIMO | nicht vorhanden |
| 5 GHz | bis 5.760 Mbit/s, 4×4 MIMO | bis 4.800 Mbit/s |
| 2,4 GHz | bis 688 Mbit/s, 2×2 MIMO | bis 1.200 Mbit/s |
| MIMO-Angabe gesamt | je Band aufgeschlüsselt | pauschal 4×4, ohne Aufschlüsselung |
| Verschlüsselung | WPA3 / WPA2 | von AVM auf der Produktseite nicht einzeln ausgewiesen |
| LAN-Anschlüsse | 1 x 2,5-Gigabit, 3 x Gigabit | 1 x 2,5-Gigabit, 3 x Gigabit |
| USB | 2 x USB 3.0 | 2 x USB 3.0 |
| DECT | Basis für bis zu 6 Schnurlostelefone | Basis für bis zu 6 Schnurlostelefone |
| Zigbee | ja, ohne zusätzliche Bridge | nein |
| Telefonanschlüsse | 2 x analog (FXS), IP/SIP | 2 x (2x RJ11, 1x wahlweise TAE) |
| Anrufbeantworter | 5 integriert | 5 integriert |
| TV-Streaming | bis zu 4 Programme gleichzeitig, IPTV und SAT>IP | bis zu 4 Kabel-TV-Sender gleichzeitig |
| Ausfallschutz | FRITZ!Failsafe, USB-Mobilfunkstick oder zweite FRITZ!Box | Fallback über USB-Mobilfunkstick |
| Leistungsaufnahme (Hersteller) | 14 Watt | 11–15 Watt |
| Leistungsaufnahme (gemessen) | keine unabhängige Messung verfügbar | 11,0 Watt (connect) |
| Unabhängige Testwertung | keine verfügbar | 401 von 500, „gut“ (connect) |
| Abmessungen (B × H × T) | 84 × 206 × 277 mm | 85 × 209 × 273 mm |
| Herstellergarantie | 5 Jahre | 5 Jahre |
| UVP | 429,00 Euro (09/2026) | 294,99 Euro |
Hinweis zur Messmethode
Alle WLAN-Werte beider Geräte sind theoretische Bruttoangaben über das jeweilige Band, keine Durchsatzmessungen. Für die 6690 Pro existierten zum Abrufdatum keine unabhängigen Messungen; die Werte der 6690 Cable stammen aus dem connect-Test und sind deshalb nicht gegeneinander verrechenbar. AVM selbst ist bei der MIMO-Angabe uneinheitlich: Die englische Produktseite der Pro fasst „Tri-band with 4×4 MIMO“ zusammen, während die eigene Pressemitteilung und connect 2×2 auf 6 GHz, 4×4 auf 5 GHz und 2×2 auf 2,4 GHz nennen — die Aufschlüsselung ist doppelt belegt und damit die belastbarere Angabe. Stand aller Angaben: 16. Oktober 2026.
Fazit
Kauf die 6690 Pro, wenn du Geräte mit 6-GHz-Unterstützung besitzt oder ein Zigbee-Smart-Home ohne zusätzliche Bridge aufbauen willst — das sind die beiden Dinge, die du wirklich dazubekommst. Bleib bei der 6690 Cable, wenn dein WLAN vor allem Reichweite durch Wände braucht oder dein Gerätepark älter ist; auf 2,4 GHz ist sie die stärkere Box, und am Kabelanschluss sind beide ohnehin gleich schnell. Warte mit dem Kauf der Pro ein paar Wochen, bis die ersten echten Messungen vorliegen. Für ein zusätzliches Funkband und einen Zigbee-Chip sind 134 Euro Abstand eine Menge Geld.
Häufige Fragen
Ist die 6690 Pro der Nachfolger der 6690 Cable?
AVM bezeichnet sie nicht so, und die Cable steht weiterhin lieferbar im Herstellershop. Beide laufen parallel, mit identischem Modem und unterschiedlichem Funkmodul.
Hat die 6690 Cable Zigbee?
Nein. In AVMs eigener Vergleichstabelle steht bei Zigbee ein Strich, und die technischen Daten erwähnen es nicht. Für Zigbee-Geräte brauchst du an der Cable eine separate Bridge.
Brauche ich DOCSIS 4.0?
Derzeit nicht. Beide Boxen nutzen DOCSIS 3.1, und die in Deutschland buchbaren Kabeltarife bleiben weit unter dem, was dieser Standard bereitstellt. Smarthome-Kompass führt das fehlende DOCSIS 4.0 trotzdem als Kritikpunkt, weil es die Zukunftssicherheit begrenzt.
Passen meine DECT-Telefone an beide Modelle?
Ja. Beide haben eine DECT-Basis für bis zu sechs Schnurlostelefone und unterstützen DECT-ULE-Smart-Home-Geräte wie Heizkörperthermostate. Beim Wechsel meldest du die Geräte einmal neu an.
Was bringt MLO im Alltag?
Multi-Link Operation nutzt mehrere Bänder gleichzeitig für dieselbe Verbindung, was Aussetzer abfedern und Latenzen senken soll. Voraussetzung ist, dass auch dein Endgerät Wi-Fi 7 mit MLO beherrscht — sonst bleibt die Funktion ungenutzt.
Welche der beiden ist langfristig günstiger?
Die Cable, und zwar doppelt: Sie kostet rund 134 Euro weniger und zieht gemessen drei Watt weniger. Bei fünf Jahren Nutzung summiert sich allein der Stromunterschied auf etwa 130 Kilowattstunden, ohne dass der Kaufpreisvorsprung dadurch kleiner würde.