
Gleiches Kabelmodem, gleiche Rate auf 2,4 GHz, gleiche Zigbee-Basis — und die günstigere Box hat sogar eine Netzwerkbuchse mehr. Der Aufpreis zur Pro kauft am Ende genau eine Sache. Die kann viel wert sein oder gar nichts, und das entscheidet sich nicht am Datenblatt, sondern in deiner Wohnung.
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Das Wichtigste auf einen Blick
- Beide fahren DOCSIS 3.1 mit bis zu 6 Gbit/s laut Datenblatt — am Internetanschluss bringt der Wechsel null zusätzliche Mbit/s.
- Auf 5 GHz stehen 5.760 gegen 2.880 Mbit/s, weil die Pro dort vier statt zwei Streams nutzt; dazu kommt ein komplettes 6-GHz-Band.
- Auf 2,4 GHz sind beide mit 688 Mbit/s und 2×2 MIMO identisch — auf dem Band, das durch Wände trägt, ändert sich nichts.
- Die 6670 hat fünf LAN-Buchsen, die Pro vier; dafür hat die Pro zwei USB-3.0-Ports statt eines USB-2.0-Anschlusses.
- 259,99 gegen 369,99 Euro im FRITZ!-Shop: 110 Euro für ein zusätzliches Band und doppelte Streams auf 5 GHz.
Die 6690 Pro und die 6670 Cable: die Unterschiede auf einen Blick
Zwei Jahre liegen zwischen beiden Geräten, und AVM hat in dieser Zeit nur das Funkmodul angefasst, nicht die Anschlussseite. Der Vergleich läuft deshalb auf drei Fragen zu: Können deine Geräte 6 GHz? Hängt ein Netzwerkspeicher am Router? Reichen dir drei Gigabit-Buchsen?
Kurzfazit: Für wen sich welches Gerät lohnt
Die 6690 Pro ist die Box für große Wohnungen mit vielen aktuellen Funkgeräten und für alle, die Speicher direkt am Router betreiben. Drei Bänder, doppelte Streams auf 5 GHz und zwei USB-3.0-Anschlüsse rechtfertigen den Aufpreis — aber nur im Heimnetz.
Die 6670 Cable ist die vernünftigere Wahl für alle anderen. Sie hängt am selben Modem, funkt auf 2,4 GHz genauso weit, hat eine Netzwerkbuchse mehr und ist die einzige der beiden, zu der echte Messwerte vorliegen.
Am Kabelanschluss sind beide gleich schnell
Beide Geräte tragen dasselbe Modem: DOCSIS 3.1, abwärtskompatibel zu EuroDOCSIS 3.0, mit Full-Band-Capture-Tuner. Das Datenblatt der 6670 nennt dafür bis zu 6 Gbit/s, die englische Produktseite der Pro denselben Wert. WinFuture hat beim Marktstart der 6670 auch das Channel Bonding notiert: 2×2 OFDMA und 32×8 SC-QAM.
Diese 6 Gbit/s sind ein Normwert des Standards, keine Anschlussgeschwindigkeit. Im deutschen Kabelnetz endet der Download derzeit bei 1.000 Mbit/s, und mehr holt auch die teurere Box nicht heraus. Wer den Aufpreis mit schnellerem Internet begründet, begründet ihn falsch. Der gesamte Zugewinn liegt hinter dem Modem.
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- Integration von smarten Geräten mit den Funkstandards Zigbee (3.0-kompatibel) und DECT ULE per Tastendruck für ein noch vielseitigeres Smart Home
Zwei Bänder gegen drei: wo der Aufpreis landet
Die 6670 funkt nach Wi-Fi 7 auf zwei Bändern: bis zu 2.880 Mbit/s auf 5 GHz und bis zu 688 Mbit/s auf 2,4 GHz, in Summe nennt AVM bis 3,5 Gbit/s. Beide Bänder laufen mit 2×2 MIMO, ein 6-GHz-Band fehlt.
Die Pro legt auf 5 GHz auf 5.760 Mbit/s zu und stellt ein 6-GHz-Band mit weiteren 5.760 Mbit/s daneben, zusammen 12,2 Gbit/s. Die Pressemitteilung schlüsselt die Streams auf: 2×2 auf 6 GHz, 4×4 auf 5 GHz, 2×2 auf 2,4 GHz.
Genau dort liegt der ganze Unterschied. Auf 5 GHz verdoppelt sich die Bruttorate, weil vier Antennenstreams statt zwei arbeiten. Auf 2,4 GHz steht in beiden Datenblättern dieselbe Zahl und dieselbe Streamzahl. Für dich heißt das: Das Band, das als einziges zuverlässig durch zwei Wände kommt, wird mit der teureren Box keinen Meter weiter reichen. Wer die Box im Flur stehen hat und im Schlafzimmer Empfang braucht, kauft mit dem Aufpreis nichts, was dort ankommt.
Und 6 GHz nützt nur mit passenden Endgeräten: Ein Notebook von 2022 funkt weiter auf 5 GHz, ein Smart-TV meist auf 2,4 GHz. Die 12,2 Gbit/s sind ohnehin ein Bruttowert über drei Bänder gleichzeitig — ein einzelnes Gerät sieht davon nie mehr als die Rate seines eigenen Bands.
Was die Messwerte der günstigeren Box verraten
Hier wird der Vergleich schief, aber zugunsten der 6670. Zu ihr liegt ein Praxistest vor, zur Pro nicht: Smarthome-Kompass hält in seinem Launch-Check ausdrücklich fest, dass ein unabhängiger Test mit eigenen Durchsatzmessungen noch nicht existiert. Alle Zahlen der Pro sind Herstellerangaben.
Für die 6670 hat PC-WELT gemessen: knapp 920 Mbit/s auf 5 GHz bei drei Metern Sichtlinie, auf zehn Meter etwa die Hälfte. Auf 2,4 GHz knapp 320 Mbit/s nah und gut 200 Mbit/s auf Distanz. Ein Gigabit-Tarif von Vodafone lief im Test voll durch.
Das ordnet den Aufpreis ein: Die 6670 holt aus 2.880 Mbit/s Bruttorate real knapp 920 Mbit/s — schon mehr, als ein Gigabit-Kabelanschluss hergibt. Für schnelleres Internet brauchst du die Pro also nicht, nur für Übertragungen im Haus. Wie schnell das ohnehin kippt, zeigt PC-WELT im Test der 5690 Pro: Auf 25 Meter erreicht die 6670 auf 5 GHz nicht einmal die 250 Mbit/s jener Box, auf 2,4 GHz bleibt sie unter deren 80 Mbit/s. Auf Distanz zählt nicht das Band, sondern die Wand.
Ports, Speicher und Smart Home
Bei den Buchsen gewinnt überraschend die günstigere Box. Die 6670 hat fünf Netzwerkanschlüsse — einen mit 2,5 Gigabit und vier mit Gigabit —, die Pro nur vier, davon einen mit 2,5 Gigabit. Wer Fernseher, Konsole, Drucker und NAS verkabelt hat, braucht bei der Pro also schon einen Switch.
Umgekehrt verhält es sich beim USB. Die 6670 hat einen einzigen USB-2.0-Port, die Pro zwei mit USB 3.0. Das ist der eine Punkt, an dem der Aufpreis sofort spürbar wird: An USB 2.0 ist eine Festplatte als Netzwerkspeicher eine Geduldsprobe, PC-WELT führt den Anschluss ausdrücklich als Nachteil. Auch bei der Telefonie trennt es die beiden, wenn auch leise: zwei analoge Anschlüsse bei der Pro, einer bei der 6670. Eine DECT-Basis für bis zu sechs Schnurlostelefone und fünf Anrufbeantworter haben beide.
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Beim Smart Home ist Gleichstand, anders als es die automatisch erzeugte Vergleichstabelle von inside-digital suggeriert. Beide bringen eine DECT-ULE- und eine Zigbee-Basis mit, binden Zigbee-Lampen also ohne zusätzliche Bridge ein — bei der 6670 nennt das Datenblatt bis zu 40 LED-Leuchten. Wer mit FRITZ!Smart-Komponenten heizt, ist bei beiden versorgt. Auch Kabel-TV wandeln beide in IP-Pakete und streamen bis zu vier Free-TV-Programme ins Heimnetz. Nur beim Ausfallschutz hat die Pro eine Option mehr: Sie nimmt neben einem USB-Mobilfunkstick auch eine zweite FRITZ!Box als Reserve.
Für wen sich welches Gerät lohnt
Zur 6690 Pro greifst du, wenn:
- Ein Netzwerkspeicher am Router hängt. Zwei USB-3.0-Ports gegen einen USB-2.0-Anschluss ist der eindeutigste Unterschied im ganzen Vergleich.
- Deine Geräte 6 GHz können und dicht beieinander stehen. Aktuelle Notebooks und Smartphones im selben Raum holen aus dem dritten Band das heraus, was es verspricht.
- Du neu kaufst und das Gerät lange behalten willst. Wie sie sich gegen die Wi-Fi-6-Schwester schlägt, steht im Vergleich mit der 6690 Cable.
Zur 6670 Cable greifst du, wenn:
- Du viele Geräte per Kabel anschließt. Fünf gegen vier Buchsen entscheidet die Frage ohne Switch.
- Dein WLAN vor allem Reichweite braucht. Auf 2,4 GHz sind beide identisch, und die 110 Euro ändern daran nichts.
- Du belegte Werte willst, keine Datenblattzahlen. Sie ist die einzige der beiden mit unabhängigen Messungen — ähnlich wie bei der älteren 6591 Cable entscheidet auch hier die Datenlage mit.
Alle technischen Daten von 6690 Pro und 6670 Cable im Überblick
| Merkmal | FRITZ!Box 6690 Pro | FRITZ!Box 6670 Cable |
|---|---|---|
| Artikelnummer | 20003170 | 20003047 |
| Marktstart | 09/2026 | 03/2024 |
| Kabelmodem | DOCSIS 3.1, abwärtskompatibel EuroDOCSIS 3.0 | DOCSIS 3.1, abwärtskompatibel EuroDOCSIS 3.0 |
| Max. Kabelgeschwindigkeit | bis 6 Gbit/s | bis 6 Gbit/s |
| Tuner | Full-Band-Capture-Tuner | Full-Band-Capture-Tuner |
| WLAN-Standard | Wi-Fi 7, Triband, MLO | Wi-Fi 7, Dualband, MLO |
| WLAN gesamt | bis 12,2 Gbit/s | bis 3,5 Gbit/s |
| 6 GHz | bis 5.760 Mbit/s, 2×2 MIMO | nicht vorhanden |
| 5 GHz | bis 5.760 Mbit/s, 4×4 MIMO | bis 2.880 Mbit/s, 2×2 MIMO |
| 2,4 GHz | bis 688 Mbit/s, 2×2 MIMO | bis 688 Mbit/s, 2×2 MIMO |
| Gemessen auf 5 GHz | keine unabhängige Messung | knapp 920 Mbit/s bei 3 m (PC-WELT) |
| LAN-Anschlüsse | 1 x 2,5-Gigabit, 3 x Gigabit | 1 x 2,5-Gigabit, 4 x Gigabit |
| USB | 2 x USB 3.0 | 1 x USB 2.0 |
| DECT | Basis für bis zu 6 Schnurlostelefone | Basis für bis zu 6 Schnurlostelefone |
| Zigbee | ja, ohne Bridge | ja, Zigbee 3.0, bis 40 LED-Leuchten |
| Analoge Telefonanschlüsse | 2 x (RJ11, optional TAE) | 1 x (TAE/RJ11) |
| TV-Streaming | bis zu 4 Kabel-TV-Programme, IPTV und SAT>IP | bis zu 4 Kabel-TV-Programme, IPTV |
| Ausfallschutz | USB-Mobilfunkstick oder zweite FRITZ!Box | USB-Mobilfunkstick |
| Leistungsaufnahme | 14 Watt (Herstellerangabe) | 11–15 Watt laut Produktseite, 10–11 Watt laut Datenblatt |
| Preis im FRITZ!-Shop | 369,99 € (429,00 € Handels-UVP) | 259,99 € (289,00 € Launch-UVP 03/2024) |
Hinweis zur Messmethode
Alle Bandwerte sind theoretische Bruttoangaben je Band, keine Durchsatzmessungen. Für die 6690 Pro liegen zum Abrufdatum keine unabhängigen Messungen vor, für die 6670 Cable schon — ein direkter Leistungsvergleich zwischen beiden ist deshalb nicht möglich, die PC-WELT-Werte stehen hier als Einordnung der Bruttoraten, nicht als Gegenprobe zur Pro. AVM macht bei der 6670 zudem zwei unterschiedliche Angaben: Die Produktseite nennt 688 Mbit/s auf 2,4 GHz und 11–15 Watt, das eigene Datenblatt-PDF 720 Mbit/s und 10–11 Watt. Die Tabelle folgt der Produktseite, weil sie laufend gepflegt wird. Bei der Pro steht in der Datenblattzeile pauschal „4 x 4 MIMO“, die Pressemitteilung schlüsselt dagegen 2×2 / 4×4 / 2×2 je Band auf. Die 6-Gbit/s-Angabe beider Modems ist ein DOCSIS-Normwert, keine erreichbare Anschlussgeschwindigkeit. Stand aller Angaben: 18. Oktober 2026.
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- Integration von smarten Geräten mit den Funkstandards Zigbee (3.0-kompatibel) und DECT ULE per Tastendruck für ein noch vielseitigeres Smart Home
Fazit
Nimm die 6670 Cable, solange kein Netzwerkspeicher am Router hängt. Sie teilt mit der Pro das Modem, die Rate auf 2,4 GHz, die Zigbee-Basis und den 2,5-Gigabit-Port, hat eine Gigabit-Buchse mehr und kostet 110 Euro weniger. Zur Pro greifst du, wenn du Daten im Haus bewegst statt nur aus dem Internet zu laden — zwei USB-3.0-Ports und doppelte Streams auf 5 GHz sind dort echtes Geld wert. Der Aufpreis kauft Spielraum im Heimnetz, nicht Reichweite und nicht Internetgeschwindigkeit. Wer das verwechselt, zahlt für ein Band, das sein Fernseher nie sehen wird.
Häufige Fragen
Kann ich beide Boxen am Vodafone-Anschluss selbst betreiben?
Ja, die Routerfreiheit erlaubt am Kabelanschluss ein eigenes Gerät statt des Mietgeräts. Du brauchst eine Freischaltung deines Anbieters und solltest vorab klären, ob Telefonie und TV-Dienste mit einem Kaufgerät funktionieren.
Brauche ich neue Endgeräte für das 6-GHz-Band?
Ja. 6 GHz kam erst mit Wi-Fi 6E, älteres Zubehör kennt das Band nicht. Vor dem Aufpreis lohnt ein Blick in die Datenblätter deiner Smartphones und Notebooks — ohne passende Gegenstelle bleibt das dritte Band ungenutzt.
Passen meine DECT-Telefone und Zigbee-Geräte an beide Modelle?
Ja, beide haben eine DECT-Basis für bis zu sechs Schnurlostelefone und eine Zigbee-Basis. Beim Gerätewechsel meldest du Telefone und Smart-Home-Komponenten einmal neu an; welche Zigbee-Lampen anderer Hersteller laufen, führt AVM in einer Kompatibilitätsliste.
Unterscheiden sich die beiden beim Stromverbrauch?
Das lässt sich nicht sauber beantworten. Für die Pro nennt AVM 14 Watt, für die 6670 stehen in zwei AVM-Dokumenten zwei verschiedene Werte — 11 bis 15 Watt auf der Produktseite, 10 bis 11 Watt im Datenblatt. Eine unabhängige Verbrauchsmessung beider Geräte unter gleichen Bedingungen existiert nicht.
Lässt sich Kabel-TV mit beiden ins Heimnetz streamen?
Ja. Beide wandeln das Kabel-TV-Signal in IP-Pakete und übertragen bis zu vier Free-TV-Programme gleichzeitig an PC, Smartphone oder Tablet. Die Pro nennt dafür zusätzlich SAT>IP, bei der 6670 steht nur IPTV im Datenblatt.
Welche der beiden ist auf Dauer die günstigere Wahl?
Die 6670, weil die 110 Euro durch nichts wieder eingeholt werden: Modem, Updatepfad und fünf Jahre Herstellergarantie sind bei beiden gleich. Wie lange AVM ein Modell versorgt, sagt der Hersteller nicht zu — die 6591 Cable von 2019 hat im März 2026 noch ein großes Update bekommen, das spricht für einen langen Horizont bei beiden.