
Jeder, der aktuell einen neuen DSL-Anschluss bucht oder seinen alten Router ersetzen muss, stolpert über diese beiden Modelle. Die Fritzbox 7530 ist der bewährte Standard, die 7530 AX ist die modernisierte Version. Der Preisunterschied liegt meistens zwischen 40 und 50 Euro.
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- Internet-Geschwindigkeit von bis zu 300 MBit/s durch VDSL-Supervectoring 35b, WLAN-Mesh: automatische Zusammenlegung eingesetzter Fritz-Produkte zu einem intelligenten WLAN-Netz mit optimaler Leistung
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Ich habe mir beide Geräte genau angesehen, weil ich für mein eigenes Netzwerk vor der Entscheidung stand: Reicht der Klassiker oder muss es der neue Funkstandard sein? Dabei bin ich auf ein technisches Detail gestoßen, das im Datenblatt gerne überlesen wird, aber für manche Nutzer entscheidend sein kann. Hier ist mein Praxis-Vergleich ohne Marketing-Floskeln.
Die Ausgangslage: Gleiches Gehäuse, andere Technik?
Stellt man beide Geräte nebeneinander, fällt auf, dass die 7530 AX etwas größer ist. AVM hat das Gehäuse leicht angepasst und mit mehr Lüftungsschlitzen versehen. Das ist ein gutes Zeichen. Die klassische 7530 wurde unter Last oft recht warm. Die AX-Version hat durch das größere Volumen eine bessere Wärmeabfuhr, was der Langlebigkeit der Bauteile zugutekommt.
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- Paketmenge Artikel- 1
- Produkttyp — NETZWERK-ROUTER
- Betriebssystem - FRITZ! OS
Ansonsten wirken sie identisch: Beide unterstützen VDSL inklusive Supervectoring 35b (bis 300 MBit/s). Wer also nur per LAN-Kabel surft, merkt absolut keinen Unterschied bei der Internetgeschwindigkeit. Der Prozessor in der AX ist zwar neuer (drei Kerne statt vier, aber effizienter getaktet), aber im reinen Modem-Betrieb tun sich beide nichts.
Der Hauptgrund für den Wechsel: Wi-Fi 6

Das „AX“ im Namen steht für Wi-Fi 6. Die normale 7530 funkt noch mit Wi-Fi 5 (AC). Viele denken, Wi-Fi 6 sei einfach nur schneller. Das stimmt zwar (1.800 MBit/s vs. 866 MBit/s im 5-GHz-Band), aber das ist nicht der Punkt, der mich im Alltag überzeugt hat.
Viel wichtiger ist die Effizienz. Wi-Fi 6 nutzt Technologien wie OFDMA. Man kann sich das so vorstellen: Die alte 7530 schickt für jedes Gerät einen eigenen Lieferwagen mit Daten los. Auch wenn das Paket klein ist, fährt der Wagen halb leer. Die 7530 AX kann einen Lieferwagen vollpacken mit Paketen für das Smartphone, das Tablet und den Laptop gleichzeitig.
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- Internet-Geschwindigkeit von bis zu 300 MBits durch VDSL-Supervectoring 35b
- IP-Telefonanlage mit Voice-to-Mail und Fax-to-Mail, integrierte DECT-Basisstation für bis zu sechs Schnurlostelefone, Anschluss für Analog-Telefon
In meiner Wohnung, wo abends oft 10 bis 15 Geräte im WLAN hängen und auch noch die Netze der Nachbarn reinstören, läuft die 7530 AX spürbar „runder“. Videos laden schneller, Webseiten haken weniger, wenn jemand anderes gerade etwas herunterlädt. Wer in einem Mehrfamilienhaus wohnt, profitiert hier massiv.
Der versteckte Rückschritt beim USB-Port
Hier müssen wir genau hinschauen, denn das ist der Punkt, der mich fast vom Kauf abgehalten hätte.
- Die ältere Fritzbox 7530 besitzt einen USB 3.0 Anschluss an der Seite.
- Die neuere Fritzbox 7530 AX hat nur noch einen USB 2.0 Anschluss.
Das klingt absurd, ist aber Tatsache. AVM hat hier vermutlich gespart, um Interferenzen zwischen USB 3.0 und den WLAN-Antennen zu vermeiden oder einfach Kosten zu senken.

Was bedeutet das für dich? Wenn du planst, eine Festplatte an den Router zu hängen, um sie als günstiges NAS für Backups oder HD-Filme zu nutzen, ist die 7530 AX eine Enttäuschung. Die Übertragungsraten sind mit USB 2.0 extrem langsam. Wer nur einen Drucker anschließt, dem kann das egal sein. Aber wer Daten schaufeln will, ist mit dem alten Modell paradoxerweise besser bedient.
Reichweite und Stabilität
In meinen Tests zur Reichweite gab es keine Wunder. Wi-Fi 6 kann zwar Signale etwas robuster codieren, aber die Physik lässt sich nicht austricksen. Durch zwei dicke Wände kommen beide Signale ähnlich stark an.
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Allerdings bietet die AX-Variante auf dem 2,4-GHz-Band (das „Reichweiten-Band“) deutlich mehr Durchsatz (600 MBit/s vs. 400 MBit/s). Das merkt man tatsächlich im Garten oder auf dem Balkon, wenn das 5-GHz-Netz schon lange abgerissen ist. Das Surfen fühlt sich am Randbereich des Netzwerks bei der AX flüssiger an.
Die technischen Daten im Vergleich
| Merkmal | Fritzbox 7530 | Fritzbox 7530 AX |
| WLAN Standard | Wi-Fi 5 (AC + N) | Wi-Fi 6 (AX) |
| Speed 5 GHz | bis 866 MBit/s | bis 1.800 MBit/s |
| Speed 2,4 GHz | bis 400 MBit/s | bis 600 MBit/s |
| USB-Anschluss | 1x USB 3.0 | 1x USB 2.0 (Langsamer) |
| Prozessor | IPQ4019 (Quad-Core) | BCM6750 (Tri-Core) |
| Stromverbrauch | ca. 6 Watt | ca. 6-7 Watt |
| Preis (ca.) | 130 € | 170 € |
Mein persönliches Fazit: Warum ich die 7530 AX behalte
Ich habe lange überlegt, ob mir der schnellere USB-Port der alten Version wichtig ist. Aber am Ende bin ich ehrlich zu mir selbst: Ich nutze den Router zu 99 % für WLAN auf Smartphones und Laptops. Und genau dort liefert die Fritzbox 7530 AX einfach besser ab.
Wir leben in einer Zeit, in der fast jedes neue Endgerät Wi-Fi 6 unterstützt. Jetzt noch einen Router mit dem alten Wi-Fi-5-Standard zu kaufen, nur um 40 Euro zu sparen, fühlt sich falsch an – besonders wenn man das Gerät die nächsten 5 Jahre nutzen will. Das Netzwerk wirkt unter Last stabiler, und das größere Gehäuse gibt mir ein besseres Gefühl bei sommerlichen Temperaturen.
Das langsame USB 2.0 ärgert mich zwar aus Prinzip, aber für meine Datensicherung nutze ich ohnehin ein echtes NAS, das per LAN angeschlossen ist.
Deshalb ist meine Entscheidung gefallen: Die Fritzbox 7530 AX ist für mich das stimmigere Gesamtpaket für moderne Haushalte, trotz des kleinen Downgrades beim USB-Port.