München, 21. Februar 2026 – Da liegt sie nun in der Wand: Die sündhaft teure Glasfaserleitung, die Geschwindigkeiten jenseits der Gigabit-Grenze in unser Wohnzimmer pumpt. Doch die Realität beim abendlichen 8K-Streaming oder im Video-Call sieht oft pixelig aus. Der Schuldige ist in vielen deutschen Fluren schnell ausgemacht: Die Fritzbox 5530. Sie war der günstige Einstiegstürsteher für das Glasfaser-Zeitalter.

Doch die Technologie hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Ich habe das Einstiegsmodell gegen die aktuelle technologische Speerspitze, die Fritzbox 5690 Pro, antreten lassen. Was ich bei dieser Analyse aufgedeckt habe, zeigt erschreckend deutlich, wie sehr falsche Hardware eine Premium-Internetleitung ausbremsen kann.
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Warum deine teure Leitung im Flur verhungert
Wir müssen verstehen, dass ein Router heute nicht mehr nur Daten von A nach B schickt. Er managt Dutzende von Smart-Home-Geräten, parallel laufende Streams und cloudbasierte Home-Office-Anwendungen. Die Fritzbox 5530 wurde exakt für einen Zweck gebaut: Den reinen Glasfaser-Zugang (AON, GPON, XGS-PON) so günstig wie möglich zu realisieren.
Ich habe die Funkleistung der 5530 in einem durchschnittlichen Mehrfamilienhaus gemessen. Mit ihrem Wi-Fi-6-Standard und dem einfachen 2×2-MIMO-Antennendesign erreicht sie auf dem Papier zwar 2.400 MBit/s im 5-GHz-Band, in der Praxis bricht das Signal durch zwei Wände dramatisch ein. Wenn der Nachbar auf dem gleichen Kanal funkt, wird das teure Glasfaser-Internet zum nervenaufreibenden Tröpfel-Stream.
Die Fritzbox 5690 Pro hingegen öffnet eine völlig neue Dimension. Sie funkt mit Wi-Fi 7 und nutzt erstmals das exklusive 6-GHz-Band. Für mich als Tester ist das der entscheidende Gamechanger. Dieser Frequenzbereich ist wie eine neu gebaute Autobahn, auf der noch keine alten Autos fahren dürfen. Mit einer theoretischen Gesamtbandbreite von unfassbaren 18.500 MBit/s verteilt die 5690 Pro das Gigabit-Internet der Glasfaser so verlustfrei im Haus, dass selbst anspruchsvolle VR-Anwendungen drahtlos ohne Latenz funktionieren.
Brauchst du wirklich 18 Gigabit pro Sekunde?
Natürlich reizt heute kaum ein einzelnes Endgerät diese Bandbreite aus. Aber darum geht es bei Wi-Fi 7 nicht. Es geht um Kapazität. Die 5690 Pro kann durch Multi-Link-Operation (MLO) Datenströme gleichzeitig über verschiedene Bänder an Ihr Smartphone schicken. Wenn das 5-GHz-Netz kurz stottert, fängt das 6-GHz-Netz den Aussetzer nahtlos ab. Bei der 5530 bricht in diesem Moment schlichtweg Ihr Teams-Call ab.
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Der gnadenlose Hardware-Vergleich
Um die gravierenden Unterschiede sichtbar zu machen, habe ich die Spezifikationen beider Glasfaser-Router gegenübergestellt. Die Tabelle offenbart, an welchen Stellen beim Basismodell radikal gespart wurde.
| Spezifikation | Fritzbox 5530 (Basismodell) | Fritzbox 5690 Pro (Premium-Modell) |
|---|---|---|
| WLAN-Technologie | Wi-Fi 6 (Dualband) | Wi-Fi 7 (Triband inkl. 6 GHz) |
| WLAN-Tempo (Max) | 3.000 MBit/s | 18.500 MBit/s |
| Antennen-Design | 2×2 MIMO | 4×4 MIMO |
| LAN-Anschlüsse | 1x 2,5 GBit/s + 2x 1 GBit/s | 1x 2,5 GBit/s + 4x 1 GBit/s |
| USB-Anschlüsse | Keiner (0) | 1x USB 3.1 |
| Smart Home | DECT ULE | DECT ULE + Zigbee |
| Listenpreis (02/26) | ca. 169 Euro | ca. 339 Euro |
Die Enttäuschung auf der Rückseite
Ein Detail in meiner Analyse macht mich immer wieder fassungslos: Die Fritzbox 5530 besitzt keinen einzigen USB-Anschluss.
Wer geplant hat, eine Festplatte als zentralen Netzwerkspeicher (NAS) für Familienfotos anzuhängen oder einen Drucker ins Netzwerk zu integrieren, scheitert hier an einem fehlenden Bauteil, das seit zehn Jahren Branchenstandard ist. Die 5690 Pro liefert hier souverän einen modernen USB-3.1-Port.
Ebenso schmerzhaft ist der Blick auf die LAN-Ports. Mit nur zwei Gigabit-Ports und einem 2,5-Gbit-Port ist die 5530 sofort voll belegt, wenn Sie einen Smart-TV, eine Konsole und vielleicht noch das Hue-Bridge-System anschließen wollen. Womit wir beim nächsten Punkt wären.
Schmeiß die alten Bridges aus dem Fenster
Smart Home ist 2026 keine Spielerei mehr, sondern Alltag. Die 5530 funkt nur auf dem proprietären DECT-ULE-Standard. Wollen Sie Lampen von Philips oder IKEA steuern, brauchen Sie externe Bridges (die wiederum die ohnehin knappen LAN-Ports belegen).
Die 5690 Pro integriert nativ Zigbee. Ich kann smarte Glühbirnen unterschiedlichster Hersteller direkt mit dem Router koppeln. Das spart Strom, reduziert die Fehleranfälligkeit und räumt das Sideboard auf.

Im Endeffekt: Sparen an der falschen Stelle
Wenn Ihr Provider Ihnen die Fritzbox 5530 kostenlos zum Anschluss dazugibt und Sie in einer 40-Quadratmeter-Wohnung lediglich ein paar Mails checken wollen, erfüllt sie ihren Zweck. Doch für alles andere ist sie technologisch gesehen ein Flaschenhals, der das Potenzial Ihrer Glasfaserleitung systematisch erdrosselt.
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Im Endeffekt gibt es bei diesem Vergleich nur einen logischen Sieger: Die Fritzbox 5690 Pro. Die Preisdifferenz von rund 170 Euro mag im ersten Moment abschrecken. Doch diese Mehrkosten sind eine notwendige Investition. Sie kaufen sich nicht nur das fehlende 6-GHz-Band und den vermissten USB-Anschluss zurück, sondern erhalten eine Smart-Home-Zentrale und eine WLAN-Infrastruktur, die für das nächste Jahrzehnt ausgelegt ist. Wer monatlich viel Geld für schnelles Glasfaser-Internet bezahlt und dann am Router spart, demontiert sein eigenes Netzwerk.
Andere Vergleiche:
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