
Ich habe mich intensiv mit dem Thema „Dumpster Diving“ (oder Containern) in Deutschland beschäftigt. Meistens dreht sich die Diskussion dabei um das unbefugte Betreten von Gelände oder den Diebstahl von teilweise verdorbenen Lebensmitteln. Im Grunde sprechen wir oft über Idealisten oder Bedürftige, die theoretisch Essen „stehlen“. Die Logik ist simpel: Die Produkte gehören erst dem Supermarkt, dann dem Entsorgungsunternehmen – wer dazwischengreift, gilt rechtlich als Dieb.
Aber wie das deutsche Sprichwort sagt: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.“
Dumpster Diving bedeutet nicht nur den banalen Diebstahl von Lebensmitteln, die man physisch entwenden muss (ansehen und zurücklegen macht hier keinen Sinn). Im Schatten lauert eine viel gefährlichere Praxis: Dumpster Diving als Werkzeug für Social Engineering, Betrug oder Erpressung. Es geht um die Erstellung eines detaillierten Opferprofils, basierend auf Dokumenten, Quittungen, Kontoauszügen und Briefen, die Leute gedankenlos wegwerfen. Diese Informationen werden gesammelt, strukturiert und erfolgreich gegen sie verwendet.

Was sagt das Gesetz: Die Grenzen des Erlaubten (und Verbotenen)
Viele denken irrtümlich, Müll sei „herrenloses Gut“. Das Strafgesetzbuch (StGB) zieht jedoch harte Grenzen, deren Überschreitung zu einer Vorstrafe führen kann. Es ist wichtig zu verstehen, wo diese rote Linie verläuft.
- Umfriedetes Gelände (§ 123 StGB – Hausfriedensbruch) Es ist kategorisch verboten, in befriedetes Besitztum einzudringen, um an Mülltonnen zu gelangen. Steht der Container im Hinterhof, hinter einem Zaun, in einem geschlossenen Raum oder auf einem privaten Supermarktparkplatz (Ladezone), ist jeder Schritt über die Grenze ohne Erlaubnis des Eigentümers Hausfriedensbruch. Selbst wenn das Tor nicht verschlossen ist, aber erkennbar zu einem Privatgrundstück gehört, ist der Zutritt strafbar.
- Schlösser und Ketten (§ 303 StGB – Sachbeschädigung) Viele Tonnen, insbesondere solche mit vertraulichen Dokumenten, sind gesichert. Jeder Versuch, ein Schloss aufzubrechen, eine Kette zu durchtrennen oder den Deckel gewaltsam zu öffnen, gilt als Sachbeschädigung. Dies betrifft auch sogenannte „Schwerkraftschlösser“, die sich erst beim Kippen am Müllwagen öffnen.
- Materieller Diebstahl (§ 242 StGB – Diebstahl) Das Gesetz besagt: Solange die Müllabfuhr den Inhalt nicht abgeholt hat, gehört er dem Besitzer der Tonne. Die Wegnahme eines physischen Gegenstandes (sei es ein alter Toaster, ein Aktenordner oder eine Festplatte) in der Absicht, ihn sich anzueignen, ist Diebstahl.
Doch das Strafrecht hat Lücken. Es ist streng gegenüber jenen, die Zäune überwinden oder Dinge physisch entwenden. Aber was geschieht, wenn kein Zaun existiert und nichts „weggenommen“, sondern nur angesehen oder abfotografiert wird? Über den bloßen Blick in eine unverschlossene, am Straßenrand stehende Tonne schweigt das Gesetz weitgehend – und genau hier öffnet sich das Tor für Social Engineering.
Müll-Spionage (Trash Intelligence)
Die Gefahr liegt nicht darin, dass jemand Ihre alte Stromrechnung klaut, um sie als Altpapier zu verkaufen. Die Gefahr sind die Daten. Ein erfahrener Social Engineer sucht in der „Blauen Tonne“ (Papiermüll) gezielt nach Markern:
- Kontoauszüge: Verraten Einkommensniveau, Bankverbindung und regelmäßige Ausgaben.
- Briefe von der Krankenkasse: Offenbaren medizinische Probleme oder Behandlungen.
- Kassenbons (Amazon, Luxus-Boutiquen): Helfen bei der Erstellung eines psychologischen Profils und zeigen dabei Gewohnheiten auf.
- Notizen und Schmierpapier: Enthalten oft Passwörter, Telefonnummern von Kollegen oder Urlaubsnotizen.
Mit einem Foto dieser Dokumente kann sich ein Krimineller am Telefon glaubhaft als Bankmitarbeiter oder Polizist ausgeben und Details nennen, die Sie ihm sofort vertrauen lassen.
Ihr einziger Schutz: Der Aktenvernichter (Schredder)

In Deutschland, dem Land der Bürokratie, produziert jeder Haushalt jährlich kilogrammweise Papierspuren. Dokumente im Ganzen wegzuwerfen, ist ein Geschenk für Betrüger. Der einzige Weg, sich zu schützen, ist die Information in unlesbaren Müll zu verwandeln, bevor sie Ihre Wohnung verlässt.
Sie brauchen keinen Schredder, der Papier in Streifen schneidet (diese sind leicht rekonstruierbar), sondern ein Gerät mit Partikelschnitt (Cross-Cut oder Micro-Cut).
Die zuverlässigsten Aktenvernichter, die in Deutschland verbreitet sind:
Achten Sie bei der Auswahl auf die Sicherheitsstufe nach DIN 66399. Für Zuhause und das Home-Office ist P-4 oder P-5 ideal (kleine Partikel, Wiederherstellung praktisch unmöglich).
HSM (Hermann Schwelling Maschinenbau): Der „Mercedes“ unter den Schreddern. Made in Germany (Baden-Württemberg), extrem zuverlässig. Modelle der Serie HSM shredstar oder SECURIO finden sich oft in deutschen Büros. Sie sind langlebig und oft leiser als die Konkurrenz.
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- Effizienz: Der HSM shredstar X10 überzeugt mit leisem Betrieb, starkem Partikelschnitt und zuverlässiger Leistung – ideal für Büro, Workplaces, Homeoffice oder überall, wo Datenschutz zählt.
- Die integrierte LED-Anzeige informiert zuverlässig über den aktuellen Betriebszustand, während ein praktisches Sichtfenster jederzeit eine einfache Kontrolle des Füllstands ermöglicht.
- Komfort: Dank Anti-Papierstau Funktion und automatischer Start-Stopp-Technik läuft der Shredder reibungslos und verarbeitet mühelos auch Heft- und Büroklammern.
Rexel: Eine sehr beliebte Marke, die man in fast jedem MediaMarkt oder Saturn findet. Ihr Vorteil ist oft die Anti-Papierstau-Technologie. Modelle der Serie Momentum bieten hervorragenden P-4 Schutz für den privaten Gebrauch.
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- Aktenvernichter für die sichere Entsorgung vertraulicher Dokumente, Automatischer Einzug von max. 45 Blatt, Manueller Eingabeschlitz für bis zu 6 Blatt (80 g/m²), mit 20 l-Abfallbehälter mit abnehmbarem Aufsatz
- Geeignet für Papier bis zum Format A4, zerkleinert er ebenfalls Kreditkarten, Heft- und Büroklammern und verfügt über eine Anti-Stau-Technologie zur Vermeidung von Papierstaus
- Der 45X hat eine ununterbrochene Laufzeit von 10 Minuten mit Kühlung durch integrierte Lüfter, ein Touch-Control-Bedienfeld sowie eine Füllstandanzeige des Auffangbehälters durch Infrarot-Sensor. Zur Pflege des Aktenvernichters und für eine optimale Leistung wird die regelmäßige Verwendung der Rexel Ölblätter empfohlen
Geha: Ein deutscher Klassiker. Eine Traditionsmarke, die erschwingliche, aber solide Schredder für den Hausgebrauch (Home & Office) herstellt. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Fellowes: Eine US-Marke, die sich hierzulande durch ihre Robustheit etabliert hat. Die Powershred-Modelle werden oft von Leuten gekauft, die zu faul sind, Heftklammern zu entfernen – diese Maschinen „fressen“ fast alles.
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- Elektrischer Aktenschredder mit 11 l für Office Home: Für 8 Blatt A4, Papierschredder Streifenschnitt mit 6 mm Schnipsel, Strip Cut, Aktenvernichter Sicherheitsstufe 2, DSGVO konform
- Papierschredder zum Vernichten von Unterlagen, Papier schreddern und Kreditkarten: Aktenvernichter für Büro, mit CD Schredder mit separatem Einzug und Abfallbehälter für CDs
- Elektrischer Aktenvernichter automatischer Einzug: Der Aktenvernichter Einzug zum Zerkleinern als Schredder Maschine mit Start-/Stopp-Automatik, tackerklammernfeste Messer
- Elektrischer Aktenschredder mit 21 l für Office Home: Für 12 Blatt A4, Papierschredder Partikelschnitt mit 4x40 mm Schnipsel, Cross Cut, Aktenvernichter Sicherheitsstufe 4, DSGVO konform
- Papierschredder zum Vernichten von Unterlagen, Papier schreddern und Kreditkarten: Aktenvernichter für Büro, mit CD Schredder mit separatem Einzug und Abfallbehälter für CDs
- Elektrischer Aktenvernichter automatischer Einzug: Der Aktenvernichter Einzug zum Zerkleinern als Schredder Maschine mit Start-/Stopp-Automatik, tackerklammernfeste Messer
Hama Die Budget-Option, die in jedem Elektronikmarkt im Regal steht. Wenn Sie nur ein paar Rechnungen pro Woche vernichten müssen, reicht ein Hama Mini. Für ernsthafte Sicherheit bei großen Papiermengen lohnt sich jedoch der Griff zu einer höheren Klasse.
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- Einfache Dokumentenvernichtung: Zerkleinert mit scharfen Klingen bis zu 6 Blatt (80 g/m²) bzw. 7 Blatt (70 g/m²) in einem Durchgang in ca. 400 Stücke pro A4 Blatt (4 x 28 mm, Partikelschnitt P4)
- TÜV SÜD & GS zertifiziert: Geprüfter Papierschredder für eine sichere, effiziente Vernichtung vertraulicher Dokumente (Einhaltung DSGVO), Papier (auch z.B. gefaltet, hochglanz), Büro- & Heftklammern
- Stylisch, leise & kompakt: Schredder passend für den regelmäßigen Einsatz im privaten Büro, Home Office für eine ruhige Arbeitsumgebung, Regelmäßige Verwendung von Leitz Ölpapier (80070000) empfohlen
- Partikelschnitt-Aktenvernichter für Papier und Kreditkarten, zerkleinert das Material in Partikel von ca
- Zerkleinert bis zu 8 Blatt 20-Pfund-Bondpapier gleichzeitig; zerstört auch Kreditkarten (einzeln, aber nicht geeignet für Kreditkarten aus Metall), Heftklammern und kleine Büroklammern
- 3 Minuten Laufzeit, 30 Minuten Abkühlzeit; bei Überschreitung der maximalen Laufzeit schaltet sich das Gerät automatisch ab, um Überhitzung zu vermeiden
Ihre Mülltonne, die vor dem Haus auf die Abfuhr wartet, ist ein offenes Buch Ihres Lebens. Und während Juristen noch darüber streiten, wem das weggeworfene Papier eigentlich gehört, lesen Betrüger es bereits. Geben Sie ihnen keine Chance – schreddern Sie.
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