Fritzbox 4630 vs. 7530 AX: Der Volks-Router wird entthront

Fritzbox 4630 vs 7530 AX
Bildquelle: FRITZ!

Wenn es einen Router gibt, der in deutschen Wohnzimmern allgegenwärtig ist, dann ist es die Fritzbox 7530 AX. Kompakt, günstig, zuverlässig. Sie war jahrelang die Standard-Empfehlung für jeden DSL-Anschluss.

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Zuletzt aktualisiert am 19. Februar 2026 um 11:15 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Doch mit dem Wechsel auf Glasfaser ändern sich die Spielregeln. Mit der Fritzbox 4630 steht nun ein Nachfolger bereit, der speziell für moderne Anschlüsse ohne DSL entwickelt wurde. Ich habe geprüft, ob der beliebte Platzhirsch 7530 AX am schnellen Glasfaseranschluss zum Bremsklotz wird oder ob man sich das Geld für die Neue sparen kann.

Fritzbox 4630 vs 7530 AX

Warum das DSL-Modem jetzt stört

Der erste Unterschied ist offensichtlich, aber entscheidend für die Effizienz.

Die Fritzbox 7530 AX wurde für die Kupferleitung gebaut. Sie bezahlen für ein DSL-Modem, das Sie am Glasfaseranschluss (hinter dem ONT) nicht nutzen. Es ist „totes Kapital“ auf der Platine.

Die Fritzbox 4630 ist hingegen ein reiner Router. Sie wurde konzipiert, um per LAN-Kabel gefüttert zu werden. Meine Analyse zeigt: Wer die 4630 kauft, investiert sein Geld zu 100 % in Router-Leistung und Schnittstellen, nicht in veraltete Modem-Technik.

Die Gigabit-Falle der 7530 AX

Hier wird meine Kritik an der alten 7530 AX deutlich. Das Gerät ist ein Kind der „1-Gigabit-Ära“.

Ich habe mir die Rückseite genau angesehen: Alle LAN-Ports der 7530 AX sind auf maximal 1.000 MBit/s limitiert.

Das Problem im Jahr 2026:

Viele Glasfaser-Tarife bieten inzwischen Geschwindigkeiten jenseits der Gigabit-Grenze (z. B. 1.500 oder 2.000 MBit/s). Schließen Sie eine 7530 AX an so eine Leitung an, schneidet sie die Spitze einfach ab. Sie zahlen für Speed, den der Router physikalisch nicht durchleiten kann.

Der Vorteil der 4630:

Hier zeigt sich der Generationssprung. Die Fritzbox 4630 besitzt:

  1. Einen 2,5-Gigabit-WAN-Port (Eingang).
  2. Einen 2,5-Gigabit-LAN-Port (Ausgang).Damit ist sie vollumfänglich Multi-Gigabit-fähig. Für mich ist das der wichtigste Grund für den Wechsel.

Wi-Fi 6 gegen Wi-Fi 7: Ein überraschendes Detail

Beim WLAN-Vergleich bin ich auf ein technisches Detail gestoßen, das man leicht überliest.

Die alte 7530 AX nutzt Wi-Fi 6 mit einem 3×3-Antennen-Setup im 5-GHz-Band.

Die neue 4630 nutzt Wi-Fi 7, aber nur mit einem 2×2-Setup.

Was bedeutet das für Sie?

  • Reichweite: Theoretisch hat die alte 7530 AX durch die dritte Antenne leichte Vorteile bei der reinen Signalabdeckung auf Distanz.
  • Geschwindigkeit & Latenz: Hier zieht die 4630 trotzdem vorbei. Dank Multi-Link Operation (MLO) nutzt sie das 2,4- und 5-GHz-Band gleichzeitig, um Daten zum Smartphone zu schicken.

Mein Praxiseindruck: Die 4630 fühlt sich bei der Nutzung „zackiger“ an. Webseiten laden sofort, Videocalls ruckeln weniger. Die intelligentere Übertragungstechnik (Wi-Fi 7) schlägt hier die reine Antennen-Anzahl der alten Generation. Ein wichtiges Detail: Auf das neue 6-GHz-Band müssen Sie bei beiden Modellen verzichten.

Der direkte Vergleich der Fakten

FeatureFritzbox 7530 AX (Der Klassiker)Fritzbox 4630 (Der Neue)
FokusDSL-EinsteigerGlasfaser-Mittelklasse
ModemVDSL / SupervectoringKein Modem
WLAN-StandardWi-Fi 6Wi-Fi 7 (ohne 6 GHz)
Antennen (5 GHz)3×3 MIMO2×2 MIMO (mit MLO)
Schnellster Port1 GBit/s (Bremse!)2,5 GBit/s (Zukunftssicher)
USB1x USB 2.0 (Langsam)1x USB 3.0 (Schnell)
TelefonieDECT / AnalogDECT / Analog

Ein weiterer Pluspunkt für die 4630: Sie besitzt einen USB 3.0 Port. Die 7530 AX hat nur das veraltete USB 2.0, was die Nutzung als kleiner Netzwerkspeicher (NAS) zur Geduldsprobe macht.

Fritzbox 4630 vs 7530 AX USB 3.0

Wann lohnt sich der Tausch?

Ich rate zur Differenzierung:

Wenn Sie einen Glasfaseranschluss mit weniger als 500 MBit/s haben und jeden Euro zweimal umdrehen müssen, können Sie die 7530 AX behalten. Sie ist kein schlechtes Gerät, nur nicht mehr „State of the Art“.

Aber: Wenn Sie einen Gigabit-Anschluss buchen oder viele moderne Geräte (Tablets, Konsolen) im WLAN haben, ist die 7530 AX überfordert. Die fehlenden 2,5G-Ports und der langsame USB-Anschluss sind Flaschenhälse, die im Jahr 2026 unnötig sind.

Meine Ergebnisse

Der König ist tot, lang lebe der König. Die Fritzbox 4630 löst die 7530 AX als meine Standard-Empfehlung für den modernen Durchschnittshaushalt ab.

Sie bietet genau das, was heute zählt: 2,5-Gigabit-Ports für den schnellen Anschluss und Wi-Fi 7 für niedrige Latenzen. Dass sie dabei auf ein DSL-Modem verzichtet, ist kein Verlust, sondern ein Gewinn an Effizienz. Wer heute neu kauft, sollte zur 4630 greifen. Die 7530 AX hat ihren Dienst getan, gehört aber nicht mehr an einen modernen Glasfaseranschluss.

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