
Wir schreiben das Jahr 2026. Glasfaseranschlüsse sind mittlerweile in vielen Regionen Standard, und die Zeiten, in denen wir uns über 100 MBit/s gefreut haben, sind vorbei. Doch wenn ich mir ansehe, welche Router die Provider ihren Kunden heute noch als „Premium“ verkaufen wollen, muss ich den Kopf schütteln. Oft landet immer noch eine FRITZ!Box 5530 oder 5590 im Warenkorb.
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- Innovatives 4x4-Wi-Fi 7 (WLAN BE) mit 11.530 MBit/s (6GHz) + 5.760 MBit/s (5 GHz) + 1.200 MBits (2,4 GHz) für ultraschnelles, stabiles und effizientes WLAN sowie Höchstleistungen im Heimnetz mit einer Vielzahl an WLAN-Endgeräten
- Premium-Router mit Flexibilität am Anschluss: unterstützt die Glasfaserstandards GPON bis 2,5 GBit/s und AON bis 1 GBit/s sowie DSL inklusive Supervectoring 35b bis 300 MBit/s
- Leistungsstarke WLAN-Mesh Zentrale: automatische Zusammenlegung eingesetzter FRITZ!-Produkte zu einem intelligenten WLAN-Netz mit optimaler Leistung; DECT ULE und Zigbee Integration für die einfache Einbindung von Smart Home Geräten unterschiedlicher Hersteller ins Heimnetz, u. a. FRITZ!DECT 302 und FRITZ!DECT 200
Diese Geräte waren solide Wegbereiter, aber technisch gehören sie mittlerweile zum alten Eisen. Mit der breiten Verfügbarkeit der FRITZ!Box 5690 Pro hat sich das Gefüge komplett verschoben. Wer heute noch Hardware ohne 6-GHz-Band und ohne Smart-Home-Hub kauft, spart an der falschen Stelle.

Ich habe die Datenblätter der aktuellen Fiber-Flaggschiffe analysiert und zeige dir, warum das teuerste Modell (XGS) nicht unbedingt das beste WLAN hat und warum die „Pro“ ihrem Namen wirklich gerecht wird.
Die Architektur der „Old Gen“: 5530 und 5590
Schauen wir uns kurz die Basis an, die immer noch zuhauf in deutschen Kellern hängt. Die Fritzbox 5530 Fiber ist das Einsteiger-Modell. Sie funkt mit Wi-Fi 6 und schafft im WLAN maximal 3,0 GBit/s. Ihr größtes Limit ist physisch: Sie bietet neben dem 2,5-Gigabit-Port nur zwei Gigabit-LAN-Anschlüsse. In einem vernetzten Haus mit NAS, Bridge und Home-Office-PC ist das sofort zu wenig.
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- Router mit integriertem Glasfasermodem für direkten Anschluss an alle in Deutschland gängige Glasfaseranschlüsse
- Im Lieferumfang voll ausgestattet für den Anschlüsse nationaler, regionaler und lokaler Netzbetreiber (Glasfaser-Standards AON und GPON)
- Wi-Fi 6 mit 2.400 MBit/s (5 GHz) und 600 MBit/s (2,4 GHz) für stabile Gigabit-Geschwindigkeiten bei einer Vielzahl an Endgeräten
- WLAN-Router mit integriertem Glasfasermodem für einen direkten Anschluss an alle in Deutschland gängigen Glasfaseranschlüsse, die passenden FRITZ!SFP-Module AON und GPON sind im Lieferumfang enthalten
- Mehr Performance, Flexibilität und stabilste Verbindungen mit modernem Wi-Fi 6: WLAN (4x4) mit bis zu 2.400 MBit/s (5 GHz) und 1.200 MBit/s (2,4 GHz) für eine Vielzahl an Endgeräten und parallelen Anwendungen
- Mesh Master-Funktion: die FRITZ!Box fasst verteilte WLAN-Zugangspunkte (z. B. mehrere FRITZ!Repeater) zu einem intelligenten WLAN-Netz zusammen und steuert sie so, dass die genutzten Endgeräte im Heimnetz immer am Zugangspunkt mit der besten Verbindung angemeldet sind
Die Fritzbox 5590 Fiber war lange der Goldstandard. Sie bietet immerhin vier LAN-Ports und steigert das WLAN auf 3,6 GBit/s. Aber auch sie bleibt auf Wi-Fi 6 und die Frequenzen 2,4 und 5 GHz beschränkt. Im Jahr 2026, wo selbst Mittelklasse-Smartphones Wi-Fi 7 beherrschen, ist das ein Flaschenhals.
Der neue Standard: FRITZ!Box 5690 Pro

Hier passiert der eigentliche Generationswechsel. Die 5690 Pro ist nicht einfach nur schneller, sie ist anders gebaut. Laut den technischen Spezifikationen liefert sie eine brachiale WLAN-Bandbreite von bis zu 18,4 GBit/s. Das ist mehr als das Fünffache der 5590.
Wie geht das? Durch Triband-Technik. Sie funkt nicht nur auf 2,4 und 5 GHz, sondern nutzt zusätzlich das 6-GHz-Band. Das ist die leere Überholspur, von der wir immer geträumt haben. Zudem integriert AVM hier Zigbee direkt ins Gehäuse, was externe Hubs für Lampen oft überflüssig macht. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal: Sie hat sowohl ein Glasfaser- als auch ein DSL-Modem an Bord, was sie zur perfekten Hybrid-Lösung bei Umzügen macht.
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- Direkt anschließen, sofort startklar - kompatibel mit den Glasfaserstandards GPON- und AON, einfache Einrichtung über Browser oder App, optional Anschluss am Glasfasermodem (ONT)
- WLAN Mesh - Mehrere WLAN-Zugangspunkte werden zu einem WLAN-Netz mit optimaler Leistung zusammengefasst, kompatibel zu allen gängigen WLAN-Verstärkern, einfache und sichere WLAN-Einrichtung per Knopfdruck
Vorsicht bei der Namensgebung: Die „XGS“ Falle
Man könnte meinen, die Fritzbox 5690 XGS sei das noch bessere Modell, quasi die „Pro Plus“. Das ist ein gefährlicher Irrtum. Die XGS ist ein Spezialist für 10 GBit/s Internetanschlüsse. Sie hat zwar einen 10-Gigabit-LAN-Port, den die Pro nicht hat.

Aber: Im WLAN ist sie deutlich schwächer aufgestellt. Laut Datenblatt funkt die XGS „nur“ auf 5 und 2,4 GHz und erreicht maximal 6,4 GBit/s. Ihr fehlt das dedizierte 6-GHz-Band und die extreme Bandbreite der Pro-Version. Wer also nicht gerade einen 10-Gigabit-Anschluss der Telekom ausreizen muss, bekommt hier paradoxerweise das schlechtere WLAN-Erlebnis für viel Geld.
Technische Daten im direkten Vergleich
Hier sieht man schwarz auf weiß, wie sich die Spreu vom Weizen trennt.
| Feature | 5530 Fiber | 5590 Fiber | 5690 XGS | 5690 Pro |
| WLAN-Standard | Wi-Fi 6 | Wi-Fi 6 | Wi-Fi 7 | Wi-Fi 7 (Triband) |
| Frequenzen | 2,4 / 5 GHz | 2,4 / 5 GHz | 2,4 / 5 GHz | 2,4 / 5 / 6 GHz |
| Max. WLAN | 3,0 GBit/s | 3,6 GBit/s | 6,4 GBit/s | 18,4 GBit/s |
| LAN-Ports (1G) | 2x | 4x | 4x | 4x |
| Highspeed LAN | 1x 2,5 GBit | 1x 2,5 GBit | 1x 10 GBit | 1x 2,5 GBit |
| Smart Home | DECT | DECT | DECT + Zigbee | DECT + Zigbee |
| USB | – | 2x USB 3.0 | 1x USB 3.0 | 1x USB 3.1 |
Mein Fazit: Die Pro ist alternativlos
Wenn ich mir das Portfolio heute ansehe, gibt es eigentlich nur noch eine sinnvolle Empfehlung für den anspruchsvollen Haushalt.
Die 5530 und 5590 sind im Jahr 2026 nur noch Budget-Lösungen. Ihnen fehlt das 6-GHz-Band, und genau das ist in modernen Wohnblöcken der Schlüssel zu stabilem WLAN. Die 5690 XGS ist ein Nischenprodukt. Ja, der 10-Gigabit-Port ist sexy, aber der Verzicht auf das Triband-WLAN (kein 6 GHz im Datenblatt gelistet) und die „nur“ 6,4 GBit/s WLAN-Speed sind ein zu hoher Preis für den Alltag.
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Im Endeffekt bleibt die Fritzbox 5690 Pro der einzige Router, der das „Next Gen“ Versprechen wirklich einlöst. Mit 18,4 GBit/s WLAN-Kapazität, Zigbee-Integration und der Hybrid-Funktion aus DSL und Fiber ist sie das Schweizer Taschenmesser, das ich mir 2026 hinstellen würde. Der Aufpreis lohnt sich allein schon für die Ruhe im 6-GHz-Netz.